Stillen in der Öffentlichkeit: #ichstillwoichwill in Graz

Wenn ein Baby Hunger hat, dann hat es jetzt Hunger. Nicht in zehn Minuten und nicht erst, wenn man irgendwo einen Stillraum gefunden hat. Das weiß jede Mama, die schon einmal mit einem hungrigen Kind unterwegs war. Und trotzdem fühlt sich Stillen in der Öffentlichkeit für viele von uns noch immer nicht ganz selbstverständlich an. Mir ging es selbst lange so.

Genau deshalb war ich sofort dabei, als ich von #ichstillwoichwill erfahren habe. Die Aktion haben Sirid Böhm, Anika Krickl und Britta Fuchs ins Leben gerufen, gemeinsam mit dem eigenen Instagram-Kanal @ichstillwoichwill. Seit Monaten fotografieren Kolleginnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz unter diesem Hashtag stillende Mamas im öffentlichen Raum. Wie viele andere habe ich mich angeschlossen und meinen Teil hier in Graz umgesetzt. Ich mag den Gedanken total, dass gerade im ganzen deutschsprachigen Raum Bilder entstehen, die alle dasselbe erzählen: Stillen ist Alltag, egal ob in Hamburg, in Zürich oder bei uns am Hauptplatz.

Familienfotografin aus Graz hat stillende Mama am Bauernmarkt im Rahmen der Kampagne #ichstillwoichwill fotografiert
Familienfotografin aus Graz hat stillende Mama am Bauernmarkt im Rahmen der Kampagne #ichstillwoichwill fotografiert
Familienfotografin aus Graz hat stillende Mama am Bauernmarkt im Rahmen der Kampagne #ichstillwoichwill fotografiert
Mama stillt ihr Kind vor einem Café mit begrünter Fassade in Graz

Warum mir Stillen in der Öffentlichkeit so nahegeht?

Ich erinnere mich noch gut an meine eigene Stillzeit. Es gab Orte, an denen ich mich beim Stillen immer ein bisschen beobachtet gefühlt habe. Im Gasthaus zum Beispiel. Da hab ich die Blicke wirklich gespürt. Ich hatte mir sogar eine schlagfertige Antwort zurechtgelegt, falls mir jemand sagt, ich soll doch bitte aufs Klo gehen zum Stillen. Gebraucht hab ich sie zum Glück nie. Aber wenn ich heute daran denke, dass ich überhaupt so einen Satz parat hatte, sagt das eigentlich schon ziemlich viel.

Bei den Taufen meiner Kinder ging es mir ähnlich. In der Kirche zu stillen hätte sich für mich irgendwie falsch angefühlt. Viele dieser Hürden entstehen eben im Kopf, lange bevor irgendwer überhaupt etwas sagt. Darf ich hier? Störe ich? Sollte ich mich mehr bedecken? Genau diese Gedanken hatten auch viele der Mamas, die ich fotografiert habe.

Stillfotos ohne Druck: eine Mama nach der anderen

Mir war von Anfang an klar, dass ich keine große Gruppe auf einmal fotografieren will. Ich hab mir für jede Mama einzeln Zeit genommen. Stillen funktioniert nicht auf Knopfdruck, und ich wollte nicht, dass sich irgendwer gestresst fühlt, weil das Foto jetzt unbedingt klappen muss.

Trotzdem hab ich gemerkt, wie nervös manche Mamas wurden, wenn ihr Kind gerade einfach keine Lust hatte. Für mich war das überhaupt kein Problem. Beim Underground Yoga Shooting zum Beispiel war das Stillen am Ende fast Nebensache. Wir haben geredet, gelacht, Erfahrungen ausgetauscht. Und ehrlich gesagt waren mir diese Gespräche genauso wichtig wie die Fotos. So arbeite ich übrigens auch bei meinen Familienshootings: Es muss nichts funktionieren, damit schöne Bilder entstehen.

Öffentlich stillen, mitten in Graz

Viele Orte hab ich ganz bewusst mitten in der Stadt gewählt. Vor der Grazer Oper, am Schlossbergplatz, im Gastgarten von Feinkost Mild direkt an einer belebten Straße. Weil Stillen für mich genauso ins Stadtbild gehört wie alles andere auch.

Den Hauptplatz mit dem Brunnen haben gleich mehrere Mamas vorgeschlagen. Da hab ich selbst kurz geschluckt, weil ich noch nie an so einem zentralen Ort eine stillende Mama fotografiert hatte. Und genau dort ist mir aufgefallen, wie auffällig so ein Moment plötzlich wirkt, obwohl er eigentlich total normal ist. Ich wünsche mir, dass solche Bilder irgendwann einfach niemandem mehr auffallen.

Öffentlich stillen ist nämlich kein Statement. Es ist Alltag. Klar, in Graz gibt es viele familienfreundliche Cafés und Rückzugsorte. Aber nicht jede Mama will sich jedes Mal zurückziehen, und solche Orte gibt es eben auch nicht überall.

 

Richtig berührt hat mich der Grazer Dom. Kirchen waren der Ort, den die Mamas am häufigsten genannt haben, wenn ich gefragt habe, wo sie die größten Hemmungen beim Stillen hätten. Und dann hat uns der Dompfarrer einfach herzlich willkommen geheißen. So ein klares „Natürlich dürft ihr“ macht so viel aus. Genauso wichtig war mir die Herzl Weinstube, sinnbildlich für alle Gasthäuser, in denen ich selbst die Blicke gespürt habe. Die Vorstellung, dass ein Kind am WC trinken soll, ist eigentlich völlig absurd. Und trotzdem schwingt sie bei so vielen Mamas im Hinterkopf mit.

Die meisten Mamas hatten übrigens selbst noch keine blöde Erfahrung gemacht. Aber fast alle kannten Geschichten aus ihrem Umfeld. Dabei ist ein Satz entstanden, der mir seitdem nicht mehr aus dem Kopf geht: Es sollte kein Glück sein, beim Stillen nicht blöd angemacht zu werden.

Familienfotografin Graz hat stillende Mama im Gastgarten von Feinkost Mild im Rahmen der Kampagne #ichstillwoichwill fotografiert
Familienfotografin Graz hat stillende Mama im Grazer Dom im Rahmen der Kampagne #ichstillwoichwill fotografiert
Familienfotografin Graz hat stillende Mama im Grazer Dom im Rahmen der Kampagne #ichstillwoichwill fotografiert
Familienfotografin Graz hat stillende Mama im Grazer Dom im Rahmen der Kampagne #ichstillwoichwill fotografiert
Familienfotografin Graz hat stillende Mama im Grazer Dom im Rahmen der Kampagne #ichstillwoichwill fotografiert

Stillen und Alltag: Mamas sind nicht nur Mamas

Ein paar Orte waren meine ganz persönlichen Vorschläge. Der Schallplattenladen Inandout Records zum Beispiel. Für mich steht er dafür, dass wir Mütter nicht nur in unserer Mama-Bubble leben. Wir haben immer noch unsere Interessen und all die Dinge, die uns schon vor den Kindern ausgemacht haben. Und wenn beim Plattenstöbern eine Stillpause fällig ist, dann ist das halt so.

Vor der Universitätsbibliothek Graz hab ich an eine frühere Studienkollegin gedacht. Sie hat hochschwanger ihre Bachelorprüfung geschrieben und später auch noch den Master gemacht. Ich fand das schon damals beeindruckend. Heute, als Mama, weiß ich erst so richtig, wie viel Kraft und Organisation dahintersteckt. Drinnen in der Bibliothek ging es dann um Vereinbarkeit. Die ist ja selten schön sauber getrennt in Kind hier und eigene Ziele dort. Meistens passiert einfach alles gleichzeitig: stillen, lernen, arbeiten, organisieren, weitermachen.

Im Salon Stolz ist mir beim Fotografieren aufgefallen, wie gut Musik zum Stillen passt. Jede Stillbeziehung hat ihren eigenen Rhythmus. Mal schnell, mal ruhig, mal mit Pausen. Stillen lässt sich nicht takten. Kinder übrigens auch nicht.

Familienfotografin Graz hat stillende Mama in einem Schallplattenladen im Rahmen der Kampagne #ichstillwoichwill fotografiert
Familienfotografin Graz hat stillende Mama vor der Universitätsbibliothek Graz im Rahmen der Kampagne #ichstillwoichwill fotografiert
Familienfotografin Graz hat stillende Mama im Salon Stolz im Rahmen der Kampagne #ichstillwoichwill fotografiert
Familienfotografin Graz hat stillende Mama in einem Schallplattenladen im Rahmen der Kampagne #ichstillwoichwill fotografiert

Stillen unterwegs im Sommer: schattige Orte in Graz

An den heißen Sommertagen ging es oft um etwas ganz Einfaches: Das Kind hat Durst. Also sucht man sich Schatten, setzt sich hin und stillt. Hinter einem Museum haben wir genau so einen schattigen Platz gefunden. Und der Innenhof des Graz Museums ist für mich eine echte Entdeckung gewesen. Er ist frei zugänglich, schön kühl und liegt mitten in der Altstadt. Dort hab ich auch viel darüber nachgedacht, dass Stillen keine Einladung zur Bewertung ist. Eine stillende Mama braucht keine Kommentare, keine Blicke und keine Meinung von außen.

Familienfotografin Graz hat stillende Mama im Innenhof des Graz Museums im Rahmen der Kampagne #ichstillwoichwill fotografiert

Stillfreundliche Orte in Graz

Es gibt aber auch Orte, an denen man sich als Mama sofort willkommen fühlt. In der Spielzeugschachtel wurde ich gleich gefragt, wie sie die Aktion noch zusätzlich unterstützen können. Das hat mich richtig gefreut. Underground Yoga bietet ganz bewusst Kurse an, bei denen Babys dabei sein dürfen. Und auch im Café Ginko Green House, in der Eisperle, in Omas Teekanne und in der Stadtbibliothek Graz wurden wir herzlich aufgenommen. Familienfreundlichkeit zeigt sich oft in so kleinen Dingen. Jemand heißt dich willkommen, gibt dir Platz und kommentiert nichts. Mehr braucht es oft gar nicht.

Manchmal darf ein Bild einfach schön sein

Nicht jedes Stillfoto braucht eine große Botschaft. In der Eisperle isst die Mama ein Eis, während ihr Kind trinkt, und beide kriegen gerade genau das, was sie brauchen. Auf der begrünten Dachterrasse der Unibibliothek und im Garten vom Salon Stolz war es einfach ruhig. Da hab ich gemerkt, dass Stillen zwischen all den To-dos auch einfach eine Pause sein kann, in der alles andere ein paar Minuten warten darf.

Ein Bild liegt mir besonders am Herzen: eine Mama mit ihrem älteren Stillkind auf einer Bank. Man sieht Stillen, aber eigentlich erzählt das Foto viel mehr über Nähe, Vertrauen und Beziehung. Jede Stillbeziehung dauert so lange, wie sie eben dauert. Und auch ältere Stillkinder dürfen sichtbar sein.

Familienfotografin Graz hat stillende Mama auf der Murinsel vor dem Kunsthaus Graz im Rahmen der Kampagne #ichstillwoichwill fotografiert

Überall stillen dürfen, nicht müssen

Auf der Murinsel vor dem Kunsthaus ist mir der Satz eingefallen, der für mich das Ganze am besten zusammenfasst: Es geht nicht darum, überall stillen zu müssen. Es geht darum, überall stillen zu dürfen.

Jede Mama soll selbst entscheiden können, ob sie sich lieber zurückzieht oder mitten im Geschehen bleibt. Mama werden heißt ja nicht, aus dem öffentlichen Leben zu verschwinden. Ein Kaffee im Gastgarten, ein Bummel durch die Stadt, ein Treffen mit Freundinnen, das alles darf auch mit Baby und Stillpause stattfinden.

Was ich selbst mitnehme

Ich hab gedacht, ich weiß ziemlich genau, worauf ich mich da einlasse. Am Ende hat sich aber auch mein eigener Blick verändert, auf das Stillen, aufs Mamasein und auf die Frage, wem der öffentliche Raum eigentlich gehört. Mütter mit Kindern sind kein Sonderfall. Wir gehören nicht nur an ausdrücklich familienfreundliche Orte. Wir gehören dazu, am Hauptplatz genauso wie im Dom oder im Gasthaus.

 

Und ich hab wieder einmal gemerkt, warum ich so gern dokumentarisch fotografiere. Die schönsten Momente sind fast nie die geplanten. Es sind die Gespräche zwischendurch, das Baby, das lieber schauen als trinken will, und die fremde Frau, die plötzlich ihre Geschichte erzählt. Sie sei gerade Oma geworden ist, und von ihren eigenen Erfahrungen berichtet. Dieser Moment ist mir so geblieben. Da hab ich gemerkt, dass nicht erst die fertigen Fotos etwas bewegen, sondern schon das Fotografieren selbst. Genau so entsteht Normalität. Man sieht etwas, redet darüber und findet es beim nächsten Mal schon ein bisschen selbstverständlicher.

Familienfotografin Graz hat stillende Mama in der Universitätsbibliothek Graz im Rahmen der Kampagne #ichstillwoichwill fotografiert

Warum #ichstillwoichwill auch 2026 noch wichtig ist

Ich wurde ein paar Mal gefragt, was ich mit diesen Bildern eigentlich erreichen will. Meine Antwort ist ganz einfach: Wenn auch nur eine Mama merkt, dass sie sich beim Stillen nicht verstecken muss, oder wenn auch nur ein Mensch beim nächsten Mal anders reagiert, dann hat es sich schon gelohnt.

 

Und ja, es braucht diese Bilder noch.

 

Solange sich Mamas Sätze zurechtlegen, bevor sie ins Gasthaus gehen.


Solange es immer noch Mamas gibt, die beim Stillen blöde Kommentare oder schiefe Blicke abbekommen.
Solange sich Menschen von einer stillenden Mama gestört fühlen, obwohl sie einfach nur ihr Kind versorgt.


Solange Mamas aufs Klo geschickt werden, damit ihr Baby dort trinkt.


Solange Mamas im Hochsommer unter einem Tuch schwitzen, nur damit sich niemand anderer unwohl fühlt.


Solange Mamas lieber daheim bleiben, weil sie nicht wissen, wo sie unterwegs in Ruhe stillen können.


Solange Mamas mit älteren Stillkindern gefragt werden, ob das „denn noch sein muss“.


Und solange es sich wie Glück anfühlt, wenn beim Stillen einfach niemand etwas sagt.

 

So lange zeige ich stillende Mamas. Mitten in Graz, mitten im Alltag. Bis es irgendwann niemandem mehr auffällt.

 

Danke an alle Mamas, die mitgemacht haben, für euer Vertrauen, eure Geschichten und eure Geduld. Danke an alle Orte, die uns so offen empfangen haben. Ihr habt gezeigt, dass Familienfreundlichkeit oft ganz einfach ist: ein herzliches Willkommen, ein Platz zum Hinsetzen und das Gefühl, dass eine stillende Mama hier genau richtig ist. Und danke an Sirid, Anika und Britta, die diese Aktion ins Leben gerufen haben.

Ein ganz besonderes Dankeschön geht an Nikol vom Knirpscafé und an all die Mamas, die ich bei meinem Mini-Stillshooting im August kennenlernen durfte. Ihr habt mich ermutigt, bei #ichstillwoichwill mitzumachen. Und über die Reichweite des Knirpscafés habe ich einen Teil der Mamas gefunden, die dann schließlich vor meiner Kamera standen. Ohne euch wäre diese Reihe so nicht entstanden.

 

Danke.

Familienfotografin aus Graz hat stillende Mama am Bauernmarkt im Rahmen der Kampagne #ichstillwoichwill fotografiert

Häufige Fragen zum Stillen in der Öffentlichkeit

#ichstillwoichwill ist eine Aktion, die von Sirid Böhm, Anika Krickl und Britta Fuchs gestartet wurde. Fotografinnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zeigen darunter stillende Mamas im öffentlichen Raum. Ich habe mich angeschlossen und in Graz fotografiert, vom Hauptplatz bis zum Grazer Dom. Meine Bilder findest du auf meinem Instagram-Profil @julia.wurzer.fotografie und viele weitere Beiträge der Aktion auf dem Kanal der Initiatorinnen @ichstillwoichwill.

Weil sich Stillen in der Öffentlichkeit für viele Mamas immer noch nicht selbstverständlich anfühlt. Die meisten, die ich fotografiert habe, hatten selbst keine schlechten Erfahrungen gemacht, kannten aber Geschichten aus ihrem Umfeld. Und viele Unsicherheiten entstehen schon im Kopf, bevor überhaupt jemand etwas sagt. Je öfter man stillende Mamas im Alltag sieht, desto normaler wird es, für alle.

Ehrlich gesagt kommt das bei den meisten mit der Zeit. Mir hat es geholfen, mich daran zu erinnern, dass mein Kind gerade einfach etwas braucht, und zwar jetzt. Am Anfang kann es leichter sein, an Orten zu starten, an denen du dich wohlfühlst, zum Beispiel in einem Café, wo du weißt, dass Familien willkommen sind. Und es ist völlig okay, wenn du dich an manchen Tagen lieber zurückziehst. Es geht ums Dürfen, nicht ums Müssen.

Nein. Die Shootings für #ichstillwoichwill waren für alle Mamas kostenlos. Mir ging es darum, Stillen sichtbar zu machen, und nicht darum, damit Geld zu verdienen. Natürlich durften alle Mamas ihre Bilder behalten. Für mich war das selbstverständlich. Es sind ihre Momente, und viele haben mir erzählt, wie sehr sie sich über diese Erinnerung an ihre Stillzeit freuen.

Ich liebe dieses Thema einfach. Kleine Mini-Stillshootings biete ich in Graz schon lange an (mehr Infos). Die Aktion #ichstillwoichwill ist mir in den letzten Wochen so richtig ans Herz gewachsen. Ehrlich gesagt steckt aber auch viel Zeit in so einer Aktion. Die Orte organisieren, jede Mama einzeln fotografieren, die Bilder bearbeiten und die Geschichten dazu aufschreiben. Mein Wunsch ist es trotzdem, das noch einmal zu machen. Orte hätte ich im Kopf jedenfalls noch genug. Wann es so weit ist, kann ich aber noch nicht sagen. 

Ja. Seit Anfang 2026 zeige ich auf meinen Kanälen, also weder auf meiner Website noch auf Instagram, keine Kindergesichter mehr. Der Grund ist eigentlich ganz einfach: Künstliche Intelligenz hat sich in den letzten Monaten unglaublich schnell weiterentwickelt. So viel Gutes sie mit sich bringt, so viel Bedenkliches bringt sie leider auch. Bilder, die einmal öffentlich im Netz sind, kann niemand mehr ganz kontrollieren. Und ich möchte nicht, dass ein Kinderfoto von mir irgendwann in Hände oder Zusammenhänge gerät, an die ich gar nicht denken will. Das gilt für meine eigenen Kinder genauso wie für die Kinder der Familien, die mir ihr Vertrauen schenken.

Das heißt aber nicht, dass diese Bilder nicht existieren. Familien, die ein Shooting bei mir buchen, bekommen selbstverständlich alle Fotos, auch die mit Gesichtern. Und auch bei #ichstillwoichwill sind natürlich Bilder entstanden, auf denen die Kinder zu sehen sind. Die habe ich nicht gelöscht, sondern den Mamas als Dankeschön fürs Mitmachen geschenkt. Denn genau diese Bilder sind für eine Familie oft die wertvollsten.

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