Warum ihr hier bald keine Kindergesichter mehr sehen werdet?

Ein Gefühl, das geblieben ist.

Ich habe anfangs lange mit mir gerungen, bevor ich diese Entscheidung getroffen habe.
Denn Kinder und ihre Emotionen sichtbar zu machen ist ein Herzstück meiner Arbeit. Vielleicht sogar meine Visitenkarte. Lachen, Wut, Nähe, dieses ungefilterte Echtsein, genau dafür schlägt mein Herz.

 

Und trotzdem war da dieses Gefühl.
Es war leise.
Aber es ist geblieben.

 

Natürlich habe ich das Einverständnis der Eltern.
Und lange war es nur ein Gedanke: Wenn es für sie passt, dann passt es doch auch für mich.
Rechtlich korrekt. Offen abgesprochen. Mit Vertrauen.

 

Aber je länger ich darüber nachgedacht habe, desto klarer wurde mir:
Dieses Gefühl bleibt. Und es will ernst genommen werden.

Wenn sich Sichtbarkeit verändert

In den letzten Wochen und Monaten, in einer Zeit, in der sich so vieles verändert, in der künstliche Intelligenzen immer stärker werden und man hier und da Dinge liest, die einem im Hinterkopf bleiben, habe ich gemerkt, wie schnell sich etwas verschieben kann.
Und wie wenig Kontrolle man manchmal eigentlich hat.

 

Ich möchte weder meine eigenen Kinder noch die Kinder der Familien, die ich ein Stück begleiten darf, Teil von etwas werden lassen, von dem wir heute noch nicht wissen, wohin es sich entwickeln wird.

 

Kinder können nicht selbst entscheiden, wo und wie sichtbar sie im Internet sind.
Und auch wenn meine Bilder mit größtem Respekt entstehen, ihre Privatsphäre wiegt für mich schwerer als Reichweite, Likes oder Gewohnheit.

 

Klartext: Ab jetzt zeige ich keine Fotos mehr, auf denen Kinder klar erkennbar sind.

Weil Verantwortung manchmal bedeutet, etwas nicht zu zeigen.

 

Habe ich Angst, was das für mich in Zukunft heißt?
Ja, klar.
Immerhin kann ich meine stärksten und emotionalsten Bilder nicht mehr öffentlich zeigen.
Und natürlich gibt es da Sorgen: Ob meine Arbeit noch gesehen wird.
Ob meine Bilder noch berühren.
Ob sich überhaupt noch jemand dafür interessiert.

eine schwangere Mama ist mit ihrem Kleinkind am Balkon und gießt die Blumen, so sieht authentische Schwangerschaftsfotografie in Graz und Umgebung aus.

Was sich ab jetzt ändert und was nicht

Was heißt das für euch?
Ganz klar: Ihr bekommt natürlich Bilder, die eure Kinder mit all ihren Emotionen zeigen.
Echt. Ungestellt. Voller Leben.
So, wie ihr sie kennt. So, wie sie sind.

 

Nach außen verändert sich etwas.
Für euch und für eure Erinnerungen nicht.

 

Und ja, ich bin damit mehr denn je auf euch angewiesen.
Auf euer Weitererzählen.
Auf Empfehlungen: persönlich, in Mama-Gruppen, unter Freundinnen.
Auf ehrliche Rezensionen.
Auf Likes, Kommentare, Teilen, Speichern.
Alles, was hilft, damit meine Arbeit sichtbar bleibt, auch auf neuen Wegen.

 

Emotionen verschwinden dadurch nicht. Nähe auch nicht.
Sie zeigen sich anders. In Gesten, Bewegungen, Details, im Dazwischen.
Und genau dort liegt für mich gerade etwas sehr Wahres.

 

Ich dachte anfangs, diese Entscheidung würde mir schwerfallen.
Aber sie fühlt sich richtig an.
Und genau das hat sie letztlich leicht gemacht.

Ein persönlicher Weg – kein Maßstab

Vielleicht habt ihr es schon bemerkt:

Auf Instagram bin ich aktuell dabei, meine bisherigen Inhalte zu überarbeiten und Fotos zu löschen, auf denen Kinder klar erkennbar sind.

Meine Website wird demnächst folgen und ebenfalls Schritt für Schritt angepasst.

Das ist ein Prozess, der wahrscheinlich noch etwas Zeit in Anspruch nehmen wird.

Zum Schluss ist mir noch wichtig, folgendes klarzustellen:
Diese Entscheidung ist kein Urteil über andere. Ich verurteile niemanden, der privat oder beruflich Kinder zeigt. Im Gegenteil, ich weiß, wie viel Herz, Verantwortung und Abwägung oft dahintersteckt.

Eltern lachen laut – natürliche Familienfotos Graz und Umgebung, authentische Alltagsszenen

Ich wollte mit diesem Text keinen Maßstab setzen, sondern euch den Weg erklären, den ich für mich gewählt habe.

Meinen Weg. Nicht den einzig richtigen, aber der Weg, der sich für mich richtig anfühlt.

Habt ihr Fragen oder ist euch etwas unklar?
Schreibt mir gern. Mit euren Fragen helft ihr mir auch, die richtigen Antworten sichtbar zu machen.
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